Hilden im Wandel

(Die Transition Initiative in Hilden)

Bürgerbeet in der Feldstraße

Zwischen Feldstraße und Poststraße befindet sich ein kleines Beet auf dem wir Gemüse anbauen, bei dem sich jeder bedienen darf, der mag.

Geschichte

Im Sommer 2013 spazierte Claudia durch den kleinen Park, der zwischen Feldstraße und Poststraße zu finden ist. Dort fand sie ein völlig verwarlostes Blumenbeet auf einem kleinen, mit Parkbänken begrenzten Platz: Im zwei mal knapp vier Meter großen Beet wuchsen Brennesseln und anderes Unkraut. Da wir ohnehin gerne ein innerstädtisches Gemüsebeet anlegen wollten, fragten wir mal bei der Stadtverwaltung nach, was mit dem Beet geplant sei, und ob wir das nutzen dürften. Die Stadt kam uns dabei sehr entgegen, nicht nur, dass sie uns das Pflegen des Beetes erlaubte, sie brachte uns auch einen Kubikmeter Mutterboden, mit dem wir das Beet ausfüllen konnten.

Position des Bürgerbeets auf der Landkarte
© OpenStreetMap-Mitwirkende

Am Montag, den 26. August war es dann so weit: Zu acht trafen wir uns vorort. Zuerst entfernten wir die Reste des Unkrauts (zuvor hatte jemand, vermutlich von der Stadtverwaltung, dieses bereits weggeflämmt), und gruben Unkrautwurzeln aus. Danach wurde zwei Spaten tief umgegrabem und dabei der Sand der sich bereits im Beet befand mit der Erde der Stadt vermengt. Dass sich in dem Beet solche Mengen an Sand fanden lag daran, dass es vor Jahren mal als Sandkasten gedient hatte, der aber zunehmends von Hunden als Toilette missbraucht wurde und dadurch immer mehr verwilderte.

Nach drei Stunden anstrengender Arbeit war es dann so weit: Das Beet war fertig und wir konnten ans Pflanzen und Säen gehen. Da der Herbst bereits nahte, beschränkten wir uns beim Saatgut auf Salate, Spinat und Radieschen. Zudem pflanzten wir noch ein paar Kräuter und allerlei andere Pflänzchen, die die Teilnehmer mitgebracht hatten.

Im Herbst 2013 führten wir dann eine Umfrage durch, um Ideen zu sammeln, was wir mit dem Beet noch machen können. Die Ergebnisse haben wir als PDF-Datei zusammengefasst.

2014 konnten wir dann endlich richtig loslegen. Mit Haselnusszweigen bastelten wir ein Rondell, an dem Erbsen hochranken sollten. Ein paar Kartoffeln haben wir eingebuddelt und allerlei andere Sachen gesät und gepflanzt.

Vom Grünkohl, den wir im letzten Herbst noch gesetzt hatten, waren noch einige Pflanzen übrig geblieben, weil keiner sie geerntet hatte. Diese ließen wir schießen um daraus neues Saatgut zu gewinnen. Leider hat irgendjemand das Beet kurz vor der Saatguternte verwüstet und alle Büsche kurz und klein geschnitten, wodurch das Saatgut leider komplett zerstört wurde.

Die Erbsen gediehen gut. Drei Minzen die wir dort gepflanzt hatten auch, sogar so gut, dass sie eher schon Unkrautcharakter hatten. Für 2015 haben wir dann zwei dieser drei Minzen entfernt und uns vorgenommen, die dritte rechtzeitig zurecht zu stutzen. Für uns interessant war auch die Haferwurz, eine Pflanze die der Schwarzwurzel ähnelt, aber deutlich unbekannter ist. Leider traut sich kaum jemand solche exotischeren Sachen zu ernten, weshalb wir für 2015 eher bekanntere Gemüse ausgewählt haben.

Wir haben 2014 einiges gelernt: Die Wasserversorgung ist schwierig, aber wir haben inzwischen Wege gefunden, diese zu bewerkstelligen. Das Unkraut ist immer dann ein Problem, wenn zu viele von uns mal für eine Woche oder mehr weg sind, beispielsweise in der Urlaubszeit. Manche Leute haben auch Sachen eingesät, die man nicht essen kann, beispielsweise eine Blumenwiese. Das ist zwar nett gemeint, aber leider nicht in unserem Sinne. Auf neuen Schildern stehen deswegen klare Regeln drauf, was man darf und was nicht:

  1. Reife Früchte dürfen geerntet werden!
  2. Pflanzen dürfen nicht entfernt werden!
  3. Säen und Pflanzen nur nach Absprache!

So haben wir 2015 gleich zwei Rondelle gebaut, eines für Erbsen und eines für Stangenbohnen. Dazwischen kommen Kürbisse und (von selbst) ein paar Kartoffeln. Am Rand gedeihen Radieschen, Möhren und Steckzwiebeln. Weiterhin sind einige Kräuter auf dem Beet zu finden.

Bilder vom Beet

August 2013


24. August 2013 (vorher)

26. August 2013 (nachher)

Erst mal Unkraut entfernen,

dann die Wurzeln des Unkrauts,

dann alles zwei Spaten tief umgraben,

und fertig ist das Beet.

Die Setzlinge müssen noch angegossen werden,

und dann dürfen wir uns auf unserer Arbeit ausruhen!

April 2014


Was gibt's zu tun?

Erst mal Unkraut raus.

Das kommt später auf den Kompost.

Da kommen die Kräuter hin!

Die Haselnusszweige für das Erbsentippi

Die Kräuter werden gepflanzt

Die Kartoffeln angehäufelt

Das Tippi entsteht

Und fertig!

Zeitliche Veränderung

24. August 2013

26. August 2013

29. August 2013

04. September 2013

12. September 2013

17. September 2013

24. September 2013

01. Oktober 2013

19. Oktober 2013

05. November 2013

19. November 2013

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17. Dezember 2013

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23. Januar 2014

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11. März 2014

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19. Juli 2014

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29. Dezember 2014

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28. Februar 2015

24. März 2015

20. April 2015

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