Hilden im Wandel

(Die Transition Initiative in Hilden)

Warum mitmachen?

Seit einiger Zeit kündigen sich größere Probleme unserer Gesellschaft an: Das Erdöl wird weniger, der Klimawandel verstärkt sich, Staaten gehen pleite und die sozialen Probleme werden immer mehr. Die internationale Transition-Town Bewegung (auf deutsch Städte im Wandel) möchte erreichen, dass wir uns nach und nach umorientieren und zu einem Leben finden, bei dem sich die Menschen wieder näher kommen, bei dem wir ohne enorme Energieresourcen auskommen und dadurch auch die Erde nicht mehr weiter aufheizen.

Klimawandel

20,2%
/ 79,8%Wenn wir die globale Erderwärmung nicht über 2°C steigen lassen wollen, können wir nur noch einen kleinen Teil der bekannten fossilen Brennstoffe verbrennen: Die Initiative Carbon Tracker hat im Jahr 2011 ausgerechnet, dass wir noch 20,2% (oder 565 Gigatonnen) in die Atmosphäre blasen können. Die verbleibenden 79,8% (oder 2795 Gigatonnen) sollten wir im Boden lassen.

Abhängig vom Erdöl

Mit dem Einsetzen der Industriellen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts begann ein Wandel in unserem Lebensstil, der uns immer mehr von einfachem Zugriff auf Erdöl abhängig machte. Inzwischen ist das Zeitalter des Billigöls (1850-2005) vorbei, wir haben den sogenannten Peak Oil hinter uns gelassen, und gehen nun einem Zeitalter entgegen, welches sich durch fehlende Energie auszeichnet.

Peak OilDamit steigt das ökonomische und soziale Risiko immer weiter an, denn wir können nicht einfach billige und einfach zu beziehende Energie irgendwo herzaubern um damit unsere Häuser, unsere Geschäfte, unsere Freizeit, unser Transportsystem, unsere Fabriken und unsere Landwirtschaft zu versorgen.

Der Mythos des endlosen Wachstums

Der Gedanke, dass dauerhaftes ökonomisches Wachstum eine gute Sache sei - oder gar auf einem endlichen Planeten möglich - ergibt keinen Sinn mehr. Stattdessen müssen wir dafür sorgen, dass wir als Gemeinschaft wieder zusammenwachsen, dass soziale Gerechtigkeit wieder entsteht und das wir resilienter werden - das ist die Fähigkeit auf Unerwartetes zu reagieren und sich daran anzupassen.

Es ist nur vernünftig, bei jedem Versuch, der auf endlosem Wachstum basiert, misstrauisch zu sein. Das gilt vor allem auch dann, wenn dieses Wachstum die oben genannten Probleme hervorruft oder wenn es nur für einige wenige funktioniert und alle anderen die Kosten dafür tragen müssen.

Verzerrte Wirtschaft

Laut Portas review finden inzwischen in England 97% aller Lebensmittelverkäufe in nur 8.000 Supermärkten statt. In Deutschland dürfte die Situation ähnlich sein. Aber die unabhängigen Geschäfte, die die 3% ausmachen, sorgen für mehr Arbeitsplätze, bessere Gesundheit, mehr Wohlergehen, soziale Gerechtigkeit und sorgen dafür, dass das Geld, das wir ausgeben in der lokalen Wirtschaft verbleibt. Worauf sollten wir uns also konzentrieren?

Fühlen Sie sich jetzt...

Man kann sich, angesichts dieser Aussichten, schon ganz schön überwältigt fühlen. Meist versuchen wir, das einfach zu ignorieren, damit es so aussieht, als ob es uns nicht kümmert. Tatsächlich beschäftigen diese Probleme aber viele von uns sehr - nicht nur wegen unserer Familien, auch wegen unserer Gesellschaft in der wir sind, den Orten an denen wir leben, und der Zukunft, die unsere Kinder mal erben werden.

Was wir brauchen, ist das Gefühl, dass wir etwas dagegen tun können, und dass wir Unterstützung von anderen bekommen. Wir müssen sehen können, dass unsere Handlungen einen Unterschied machen. Und je mehr von uns das tun, desto größer wird die Veränderung sein.

Manchmal denkt man, man wäre nicht mehr mit sich selbst verbunden, geschweige denn, mit den Leuten um uns herum. Keine Panik! Die Transition-Bewegung hilft, Ihnen und der Gemeinschaft, in der Sie leben, gesunde, resiliente und lokale Antworten auf diese Herausforderungen zu finden. Dabei behaupten wir aber nicht, dass wir auf alles Antworten haben, aber wir haben bereits viel gelernt und möchten das mit Ihnen teilen.

Vier einfache Fragen und eine Aufforderung

Warum?

Was?

Wie?

Wo?

Aktiv werden!

Termine

Legende:
I in Hilden, von uns (mit-)organisiert
H in Hilden, von anderen organisiert
E extern, also außerhalb Hildens

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