Hilden im Wandel

(Die Transition Initiative in Hilden)

Peak Oil

Lange Zeit dachte man, dass die Gesamtmenge an Erdöl auf unserer Erde der entscheidende Faktor sei, bei der Frage, wann uns das Erdöl ausgehen wird. Das ist falsch. Entscheidend ist die maximale Förderrate, das heißt die Frage, wie viel Öl wir pro Jahr fördern können. Diese jährlich Fördermenge hat in den letzten 8 Jahren kaum zugenommen und es steht zu erwarten, dass diese in ein paar Jahren wieder sinken wird.


jährliche Erdöl-Förderrate, weltweit
Ausführliche Beschreibung der Grafik

Mit Peak Oil bezeichnet man nun den Zeitpunkt, zu dem wir das Fördermaximum erreichen werden. Im Falle des sogenannten konventionellen Öls, haben wir dieses Maximum bereits in den Jahren 2005–2008 erreicht[1]. Durch den Preisanstieg bedingt, lohnt es sich nun finanziell, auch schwierig zu erschließende Ölquellen anzuzapfen, wie beispielsweise in der Arktis, in der Tiefsee, mittels Fracking und durch Auswaschen von Ölsanden. Auf diese Weise konnte kurzfristig die Ölfördermenge etwas gesteigert werden, es ist aber abzusehen, dass dies nicht mehr lange anhalten wird. Wann der Peak Oil eintreten wird weiß niemand so genau, aber vermutlich noch vor Ende dieses Jahrzehnts.

Leider ist abzusehen, dass die Nachfrage nach Erdöl weiterhin steigen wird, was bedeutet, dass wir einen sogenannten Verkäufermarkt haben werden, bei dem der Verkäufer den Preis des Erdöls weitgehend steuern kann. Das bedeutet natürlich, dass die Preise stark ansteigen werden, was sie im vergangenen Jahrzehnt bereits getan haben. Aber nicht nur das: Man muss auch Bedenken, dass irgendwer, der eigentliche Erdöl benötigt, leer ausgehen wird.


Ölpreis, nominell
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[1]Das man das Datum nicht genauer angeben kann, hat vielschichtige Gründe: Zum einen muss man sich festlegen, auf welche Zeiteinheit man sich bezieht. Die jährliche Förderung hat möglicherweise einen anderen Peak als eine monatliche oder eine tägliche. Hinzu kommen Ungenauigkeiten bei der Berechnung der genauen Mengen. Unter anderem hängt das damit zusammen, dass Ölmengen auf zwei verschiedene Arten gemessen werden können, nämlich als Gewicht (Tonnen) und als Volumen (Barrel). Die Umrechnung zwischen diesen beiden Einheiten ist nicht konstant, sondern hängt von der Art des Öls ab.

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